Post testet neuen Ansatz in der Citylogistik

Sprachnavigation

Citylogistik Post testet neuen Ansatz in der Citylogistik

In den Städten ist auf den Strassen allen voran eins gefragt: Geduld. Diese Situation stellt Logistikdienstleister wie die Schweizerische Post in der Paketzustellung vor Herausforderungen. Deshalb testet sie neue Ansätze zur urbanen Feinverteilung auf der letzten Meile. In der Stadt Zürich kommen dafür testweise Micro-Hubs zum Einsatz.

Die Bevölkerungszahlen in den Ballungsräumen steigen. Das Raumangebot und die zur Verfügung stehende Infrastruktur bleiben dabei oft dieselbe. Dies mündet gerade in urbanen Gebieten in einem höheren Verkehrsaufkommen – vor allem zu Stosszeiten. Dieser Situation stehen die wachsende Paketmenge und der Wunsch nach einer immer flexibleren und schnelleren Zustellung gegenüber. Die Post transportiert wie andere Logistikdienstleister ihre Sendungen auch über die Strasse und ist darauf angewiesen, vorwärtszukommen. Damit dies auch in Zukunft gewährleistet ist, muss die Logistik flexibler, stärker vernetzt und damit besser ausgelastet werden.

Effizient und ökologisch

Ansätze in der Citylogistik gibt es viele: von visionären Projekten mit verschiedenen Akteuren wie Cargo sous terrain bis hin zu konkreten Lösungen einzelner Logistikdienstleister. Ein möglicher Ansatz befasst sich mit stationären oder mobilen Umschlagsplätzen – so genannten Hubs. An zentralen Stellen in Schweizer Städten werden Hubs eingerichtet und durch einen oder verschiedene Logistikdienstleister genutzt. Die Feinverteilung in der Stadt könnte – statt jeder Anbieter für sich – ein Logistikanbieter gesammelt vornehmen. Ziel ist eine minimale Belastung des Strassennetzes und trotz verkehrstechnischer Spitzenzeiten eine flexible und schnelle Zustellung.

Micro-Hubs in der Stadt Zürich

Während der Abendzustellung in der Stadt Zürich testet die Post mit der Auslieferung von Paketen über Micro-Hubs einen Ansatz in diese Richtung. Das Pilotprojekt startet am 3. September 2018, dauert voraussichtlich einen Monat und wird in Zusammenarbeit mit den Logistikpartnern notime und Kyburz durchgeführt. Dazu transportiert ein modernes E-Fahrzeug der Firma Kyburz Pakete von der Distributionsbasis Oerlikon zu den Micro-Hubs in der Geroldstrasse und der Forchstrasse in Zürich. Bis zu den Haushalten erfolgt die Feinverteilung der Pakete ökologisch durch die Lastfahrradfahrer von notime. Das einmonatige Pilotprojekt soll aufzeigen, über welches Potenzial der Ansatz verfügt und ob der Prozess funktioniert.

Portraits

notime

notime ist ein Technologieunternehmen mit Fahrradkurier-Leistungen mit Sitz in Zürich. Das Start-up ist spezialisiert auf optimierte Tourenplanung von Sendungen gleichentags sowie innerhalb weniger Stunden. Die Post hat eine Mehrheitsbeteiligung an notime.

www.notime.ch

Kyburz

Die Kyburz Switzerland AG entwickelt und produziert qualitativ hochstehende Elektrofahrzeuge für Zustell- und Industriebetriebe sowie für Privatpersonen. Das KMU befindet sich in Freienstein bei Zürich und beschäftigt 85 Mitarbeitende.

kyburz-switzerland.ch

Post Company Cars

Von der Planungsphase bis zur Übergabe des Fahrzeugs hat Post Company Cars dieses Projekt begleitet. Die Post Company Cars AG ist als Unternehmen der Post die grösste herstellerunabhängige Full-Service-Flottenmanagerin der Schweiz.

www.post.ch/de/companycars

Interessant

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich für den Newsletter an und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Jetzt anmelden