Spatenstich für Paketzentrum Untervaz

Sprachnavigation

Paketverarbeitung Spatenstich für Paketzentrum Untervaz

Publiziert am 5.4.2019

Bis Herbst 2020 entsteht in Untervaz GR ein neues regionales Paketzentrum der Post. Anlässlich des Spatenstichs beantwortet der Projektleiter die wichtigsten Fragen.

Setzen den symbolischen ersten Spatenstich: Marcus Caduff, Regierungsrat und Vorsteher Departement Volkswirtschaft und Soziales GR, Dieter Bambauer, Mitglied der Konzernleitung der Schweizerischen Post und Leiter PostLogistics und Martin Frei, Bauvorsteher Gemeinde Untervaz (v.l.)

In rund eineinhalb Jahren wird die Post das Paketzentrum im Industriegebiet «Wingertli» im bündnerischen Untervaz in Betrieb nehmen. Untervaz ist einer von drei dezentralen Standorten, welcher die Post bis Ende 2020 neu baut. Auf einer Fläche von rund 25'000 m2 können künftig 8000 Pakete pro Stunde sortiert werden. 
Jean-Pierre Stettler begleitet das Bauvorhaben als Projektleiter.

Die Post hat grosse Paketzentren in Härkingen, Frauenfeld und Daillens, wieso baut sie zusätzliche in den Regionen?

Jean-Pierre Stettler: Der Onlinehandel boomt, die Paketmenge nimmt stetig zu. Im letzten Jahr hat die Post 138 Millionen Pakete verarbeitet – was gegenüber 2017 einem Wachstum von 6,7% entspricht. Eine weitere Herausforderung ist die steigende Nachfrage nach Priority-Sendungen. Mit dem Spatenstich stellt die Post die Weichen für die Zukunft: Durch den Bau der regionalen Paketzentren kann sie die steigenden Paketmengen auch künftig zuverlässig verarbeiten.

Jean-Pierre Stettler

Wäre es nicht einfacher, die bestehenden Zentren zu vergrössern?

In den letzten fünf Jahren haben wir die Paketzentren Härkingen, Frauenfeld und Daillens bereits ausgebaut, damit wir die zunehmende Paketmenge bis zirka 2020 bewältigen können – dann nehmen wir die neuen regionalen in Betrieb. Paketzentren in den Regionen machen auch aus logistischer Sicht Sinn: Sendungen von und für die Region Graubünden werden beispielsweise künftig in Untervaz verarbeitet und müssen nicht mehr den Weg über Frauenfeld machen. Das reduziert Transportwege und -zeiten, senkt die zu transportierende Menge und bringt die Pakete schliesslich schneller zu den Kunden.

Welche Bedeutung hat der Bau für die Region?

Mit dem regionalen Paketzentrum in Untervaz bekennt sich die Post zum Standort Graubünden und trägt zur Wertschöpfung bei. Die Investitionen belaufen sich auf rund 50 Millionen Franken. Für alle drei neuen Standorte sind es über 150 Millionen Franken. Davon profitieren auch lokale Bauunternehmen.

Was bedeutet die Inbetriebnahme dieses regionalen Paketzentrums für die anderen Standorte?

Die bisherigen Leistungen der Distributionsstandorte für Pakete in Buchs SG und Landquart GR werden mit der Paketsortierung im neuen Paketzentrum in Untervaz zusammengeführt. Die Mitarbeitenden werden alle am neuen Standort weiterbeschäftigt. 

Ab Herbst 2020 hat die Post also sechs Paketzentren. Wird dieses Netz noch weiter ausgebaut?

Mit welchen Standorten wir dieses sogenannte Direktverkehrsnetz weiter ausbauen, ist abhängig von der Marktentwicklung und der Grundstückverfügbarkeit. Die Parzellengrösse, der Autobahnanschluss und der Umstand, dass es sich um ein Industriequartier handelt und die Zu- und Wegfahrten nicht durch bewohntes Dorfgebiet erfolgen, machen den Standort in Untervaz für die Post optimal.

Zur Person

Jean-Pierre Stettler ist seit 35 Jahren bei der Post tätig. Seit zwei Jahren als Projektleiter «Regionale Paketzentren». Davor hatte er unterschiedliche Funktionen in verschiedenen Bereichen der Post inne. Der gelernte Kaufmann und dipl. Organisator/Coach wohnt mit seiner Familie in Wangs SG.

Interessant

Newsletter abonnieren

Melden Sie sich für den Newsletter an und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Jetzt anmelden