Bestes Startup 2021 in der Postbranche ausgezeichnet

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Bestes Startup 2021 in der Postbranche ausgezeichnet

Publiziert am 09.11.2021

Wenn ein Unternehmen nicht innovativ ist, steht es nicht einfach still, sondern es fällt zurück. Die Postal Innovation Platform (PIP) fördert den internationalen Austausch zu Innovation in der Postindustrie und zeichnet jedes Jahr ein erfolgreiches Startup aus. 2021 hat Tradler gewonnen. Die Post ist Mitgründerin von PIP und steht der Jury vor.

Wenn die eigene Arbeit von Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten wertgeschätzt wird, sind Mitarbeitende im Alltag zufriedener, motivierter und arbeiten effizienter. Das Startup Tradler hilft Firmen mit einer Softwarelösung dabei, geleistete Arbeit zu würdigen – durch gegenseitige Bewertungen, auf strukturierte und spielerische Art, die Spass macht. Mitarbeitende erhalten etwa Punkte, die sie gegen ein Geschenk eintauschen können.

Tradler hat den PIP Startup Innovation Award 2021 gewonnen, den die Post mitverleiht. Thierry Golliard, Leiter Open Innovation und Venturing bei der Post und Jurypräsident, erklärt: «Die Jury war beeindruckt von den Ergebnissen von Tradler: Die Rentabilität steigt, die Mitarbeitenden sind hochmotiviert und fühlen sich stark mit dem Unternehmen verbunden.». In Zeiten der Pandemie sei genau diese Verbundenheit notwendig, denn in Postunternehmen stehen Menschen im Mittelpunkt. Thierry Golliard ist davon überzeugt, dass die Post die Zustellung weiter optimieren kann, wenn sich die Mitarbeitenden noch stärker vernetzen und einander systematisch Rückmeldungen geben.

Win-win für Post und Startups

Innovationen in der Post-, Express- und Logistikbranche vorantreiben – so lautet das Ziel der Postal Innovation Platform (PIP). Die Post hat diese offene Plattform mitgegründet und unterstreicht damit den eigenen Anspruch, Innovationen in der Industrie zu fördern.

Für Thierry Golliard ist auch der länderübergreifende Dialog und Austausch von Erfahrungen und Expertise in der Industrie wichtig, für welche PIP den Rahmen bietet.

Sein zehnköpfiges Innovationsteam im Post Konzern baut externe Partnerschaften mit Startups auf, um zusätzliches Wissen zu gewinnen und so das Innovationspotenzial der Post zu erhöhen. «Wir wollen neue Trends und Technologien erforschen, aber vor allem wollen wir tragfähige Business Cases finden.» Pro Jahr führt das Team etwa 20 Projekte mit Startups durch und investiert in drei bis vier Startups.

Für die Post ist das Querdenken entscheidend dafür, dass viele Startups leben. Die meisten disruptiven Ansätze entstehen in agilen Umgebungen und nicht in Konzernen. Meist sind es Macherinnen und Macher, die Startups gründen. Sie denken unternehmerisch und leben eine hohe Geschwindigkeit in der Umsetzung von Ideen: testen, verwerfen, testen, optimieren, auf den Markt bringen – das alles geschieht in kurzer Zeit. Dieser Austausch und diese Denkweise bereichern die Post. Die Startups profitieren im Gegenzug von Finanzierung, Know-how und Grösse eines Konzerns.

SmartShuttle, Drohnenlogistik, Schwarzes Brett und mehr

Die Liste ist lang: Die Post arbeitet erfolgreich mit Startups zusammen und beteiligt sich an einigen ausgewählten, wovon die meisten in der Schweiz zuhause sind. Drei Beispiele:

  • Drohnenlogistik: Mit Drohnen von Matternet transportiert die Post sicher und schnell Laborproben zwischen Spitälern. Weitere gemeinsame Drohnenanwendungen sind geplant. Die Post hat schon früh in das Startup investiert.
  • Beekeeper: Eines der erfolgreichsten Schweizer Startups hat das digitale Schwarze Brett für Unternehmen entwickelt. Mitarbeitende, die nicht am Schreibtisch sitzen, erhalten einfach Zugang zur internen Kommunikation. Die Post ist an Beekeeper beteiligt.
  • SmartShuttle: Das selbstfahrende elektrische Postausto in Sitten war 2016 eine Weltpremiere und steuerte als erster autonomer Bus im öffentlichen Verkehr einen Bahnhof an. In der Entwicklung hat die Post mit Navya zusammengearbeitet.

In gewissen Fällen ermöglicht eine von Golliards Team angestossene Zusammenarbeit einem Geschäftsbereich der Post die vollständige Übernahme eines Startups – so hat PostLogistics etwa den Fahrradkurier-Startup Notime übernommen, der unter anderem die Lieferung am selben Tag und zur gewünschten Zeit anbietet.

Zur Person

Thierry Golliard ist Leiter Open Innovation und Venturing bei der Post.

www.post.ch/venture

Für Innovation in der Postbranche

Die Postal Innovation Platform (PIP) organisiert innovative Initiativen, Startup-Events, Think-Tank-Aktivitäten, Konferenzen sowie Workshops und betreibt eine Plattform, die in der Postwelt einzigartig ist. PIP trägt dazu bei, die Umsetzung neuer und innovativer Geschäftslösungen im Post- und Logistiksektor zu erleichtern. Rundtischgespräche ermöglichen es Post- und Logistikunternehmen, Erfahrungen und Know-how in neuen Geschäftsbereichen auszutauschen und gemeinsam innovative Lösungen voranzutreiben.

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