Stark dank externem Knowhow und digitalen Helfern



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Gesundheitslogistik Stark dank externem Knowhow und digitalen Helfern

Publiziert am 31.07.2019

Technologien wie Blockchain und Internet of Things können die Gesundheitslogistik sicherer, nachweisbarer und effizienter machen. Damit solche digitalen Helfer ihre volle Wirkung entfalten, braucht es aber ein gut funktionierendes Supply Chain Management. Nur dann können neue Bedürfnisse wie «on demand» erfüllt werden.

Getrieben von der Digitalisierung richten Patienten neue Bedürfnisse an die Gesundheitsversorger. Eine orts- und zeitunabhängige Medizin zum Beispiel. Dadurch müssen Medikamente, Verbandsmaterial, Laborergebnisse, diagnostische Apparate, Essen, Berufskleider und vieles mehr immer schneller und vor allem passgenau dann und dort zur Verfügung stehen, wo Fachpersonen und Patienten sie anfordern. Dieser On-Demand-Ansatz bedeutet: Künftig wird nicht mehr fix geplant, sondern der aktuelle Bedarf gedeckt.

Bei Spitälern, Heimen und Praxen führt diese Entwicklung dazu, dass die Versorgung mit Material – das so genannte Supply Chain Management – komplexer und zeitaufwändiger wird und dadurch mehr Knowhow nötig ist. Die Auslagerung an einen Logistik-Spezialisten mit spezifischem Fachwissen im Gesundheitswesen kann die Lösung sein. Zusätzlich können digitale Technologien helfen, logistische Abläufe noch schneller und sicherer zu machen.

Temperaturüberwachung mit Blockchain

Mit ihren speziell auf Spitäler, Heime und Praxen zugeschnittenen Logistiklösungen deckt die Schweizerische Post die gesamte Lieferkette ab. Angefangen bei der Lagerung in einer pharmaqualifizierten, vollautomatisierten Kommissionierungsanlage über die GDP-konforme, temperierte Lieferung von Arzneimitteln bis zur Rücklieferung und Entsorgung pharmazeutischer Produkte. Selbstverständlich erfüllt die Post sämtliche gesetzlichen Vorgaben, die für den Transport und die Lagerung medizinischer Güter gelten. 

Neu ins Spiel kommen Technologien wie Blockchain und Internet of Things. Die Post kombiniert beides, um in Paketen mit Medikamenten die Temperatur zu überwachen und nachzuweisen, dass die GDP-Vorschriften während des gesamten Transports eingehalten wurden. Dazu legt der Versender dem Paket einen Mess-Sensor bei. Dieser misst die Temperatur auf dem Transportweg und zeichnet sie auf. Scannt der Paketbote die Sendung bei der Zustellung, werden die Messdaten automatisch ausgelesen und dem Versender übermittelt. Allfällige Temperaturabweichungen sind dem Versender dadurch kurz nach der Zustellung bekannt. Dank der lückenlosen Messung lässt sich feststellen, wo die Abweichung auftrat. Im Warenausgang des Versenders? Im Fahrzeug der Post? Dies erleichtert die Ursachenforschung und liefert wichtige Fakten für das Qualitätsmanagement. Dank der Blockchain-Technologie lassen sich künftig zudem Abläufe wie die Rechnungsstellung stärker automatisieren und dadurch verschlanken.

Dank dem Internet of Things wird auch die Nachbestellung von Material schneller und einfacher, sie geschieht nämlich auf Knopfdruck. Dazu bringt die Post an Lagerregalen Smart Buttons an, die über das Internet der Dinge mit den Bestellsystemen der Lieferanten verbunden sind. Ein Druck auf den Button genügt, um das gewünschte Produkt nachzubestellen, inklusive der gesetzeskonformen Lieferung.

Autonome Transporte in Spitälern

Auch der Warentransport innerhalb von Institutionen lässt sich mit neuen Technologien optimieren. Dafür eignen sich Indoor-Lieferroboter. Die Post testet sie seit Kurzem zusammen mit einer Spitalgruppe. Dabei transportiert der Roboter Laborproben autonom durch die Gänge, lernt selbständig seine Route und kommuniziert per Funk mit Liften und Türen. Indoor-Roboter sind in den USA seit zehn Jahren eine bewährte Methode, weil sie einfach zu installieren und kosteneffizient sind.

Spitäler, Heime und Praxen können also dafür sorgen, dass ihre Abläufe dank einer optimierten Logistik und digitalen Technologien noch effizienter werden. Die Post unterstützt sie dabei.

Vernetzung des Gesundheitswesens

Neben den Logistikleistungen ermöglicht die Post mit ihrer E-Health-Plattform auch den sicheren Austausch von Informationen unter Gesundheitsfachpersonen. Die Plattform umfasst das elektronische Patientendossier (EPD) sowie Zusatzservices für den digitalen Austausch von Berichten, die Zuweisung und Überweisung von Patienten oder auch die E-Medikation. Das EPD der Post erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen gemäss dem Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier, so dass es möglich sein wird, EPDs der Post ab April 2020 gemäss Gesetz zu eröffnen.

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