«Innovation ist nicht Kür, sondern Pflicht»



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PostVenture «Innovation ist nicht Kür, sondern Pflicht»

Publiziert am 19.08.2019

Zum vierten Mal sucht die Post mittels der Kampagne PostVenture nach spannenden Ideen – und zwar betriebsintern wie auch extern. Roland Keller, Leiter Innovationskultur bei der Post, erklärt, weshalb sich jedes Unternehmen mit dem Thema Innovation auseinandersetzen sollte.

Herr Keller, wieso soll ein Unternehmen Innovationsmanagement betreiben?

Jedes Unternehmen – und somit auch die Post – muss sich mit den Veränderungen in seinem Umfeld auseinandersetzen. Damit meine ich etwa sich verändernde Kundenbedürfnisse, neue Technologien, neue Gesetze und neue Mitbewerber. Innovation ist längst keine Kür mehr, sondern Pflicht.

Können Sie etwas spezifischer auf diese Aussage eingehen?

Natürlich gibt es Produkte und Dienstleistungen, die lange Bestand haben. Aber auch diese leben und überleben durch Innovation. Innovation bedeutet immer eine Antwort auf eine veränderte Marktsituation. Nehmen wir den Trend zur Digitalisierung: Für die Post bedeutet das, dass wir unsere traditionellen Dienstleistungen etwa durch die Sendungsverfolgung oder die SMS-Briefmarke ergänzt haben, oder dass wir mit der temperaturgeführten Versandmöglichkeit ThermoCare das traditionelle Paket um ein digitales Thermomonitoring erweitert haben.

Man macht also bestehende Produkte besser?

Die kontinuierliche Verbesserung von bestehenden Produkten ist enorm wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch es braucht eben auch das Erschliessen von angrenzenden Märkten – und auch gänzlich neuer Produkte und Dienstleistungen, die neue Kundenbedürfnisse mit neuen Technologien abdecken. Beispiele bei der Post wären etwa das elektronische Patientendossier oder autonome Fahrzeuge wie Drohnen und Lieferroboter.

Wie kommt die Post zu diesen neuen Ideen?

Die Konzernleitung hat Innovation als einen von vier strategischen Schwerpunkten definiert und nutzt das Innovationspotential unserer Mitarbeitenden. Das betriebliche Vorschlagwesen gibt es fast schon so lange wie die Post selbst. In unserer schnelllebigen Welt ist es aber immer wichtiger geworden, gemeinsam mit externen Partnern zu innovieren. Daher nutzen wir heute auch die Innovationskraft von externen Partnern. Ein Beispiel dafür ist PostVenture.

Können Sie PostVenture kurz erklären?

Das Innovationsprogramm PostVenture bietet Personen, Unternehmen sowie Postmitarbeitenden die Chance, ihre Geschäftsideen bereits in einer frühen Phase gemeinsam mit Unterstützung der Post auszuarbeiten und zu testen.

Wie ist der Ablauf?

PostVenture umfasst drei Phasen: Während Phase 1 können Geschäftsideen eingereicht werden. Wir haben dazu acht Suchfelder (sh. Box) definiert. Aus allen intern und extern eingereichten Geschäftsideen werden für Phase 2 die 50 vielversprechendsten ausgewählt. Diese unterstützen wir bei der Ausarbeitung und helfen bei der Vorbereitung für ihren Pitch vor der Jury. Die Jury wählt dann die zehn besten Geschäftsideen aus, die je 50’000 Franken für Phase 3 erhalten, um in Phase 3 einen Prototypen ihrer Lösung zu bauen und mit Kunden und Experten zu validieren. Am Ende von PostVenture schauen wir gemeinsam, ob und wie wir weiter zusammenarbeiten wollen.

Treten die Teilnehmenden im Gegenzug ihre Ideen an die Post ab?

Nein, externe Teilnehmende behalten während PostVenture die Urheberrechte an ihrer Geschäftsidee. Das Programm ist aber natürlich so konzipiert, dass beide Parteien profitieren. Dabei geht es nicht nur um die Finanzierung, sondern um den gemeinsamen langfristigen Erfolg, um Co-Innovation, also um das frühzeitige Etablieren einer partnerschaftlichen Beziehung. Das erfordert eine offene und ehrliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Ideen können noch bis zum 22. September unter www.post.ch/postventure eingereicht werden (für mehr Infos siehe Box).

PostVenture – jetzt teilnehmen!

Mit PostVenture engagiert sich die Post partnerschaftlich für junge Talente, Unternehmer und Unternehmerinnen, die mit zündenden Geschäftsmodellen den Markt erobern möchten. Sie bietet Personen, Unternehmen sowie Postmitarbeitenden die Chance, ihre Geschäftsideen gemeinsam mit der Unterstützung der Post umzusetzen. Gesucht werden Ideen aus acht Bereichen: Urban Logistics, Digital Building, Smart Assistance, automatische Datenverarbeitung, erste und letzte Mobilitätsmeile, Trust Services, Internet der Dinge und Data Economy.


www.post.ch/postventure

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