Versandhandelsstudie 2019



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Versandhandelsstudie 2019 Online- und Versandhandel gewinnt weiter an Bedeutung

Publiziert am 11.03.2020

Der Trend setzt sich fort: 2019 kauften Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten Waren im Wert von 10,3 Milliarden Franken online. Das entspricht einer Zunahme von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die beliebtesten Artikel sind dem Bereich Heimelektronik zuzuordnen. Erstmals seit Jahren machen Schweizer Onlinehändler gegenüber der internationalen Konkurrenz Terrain gut.

Die Resultate der Versandhandelsstudie 2019 sprechen Bände: Der Online- und Versandhandel gewinnt weiter an Bedeutung. Haben Schweizer Konsumenten 2018 9,5 Milliarden Franken für online gekaufte Waren ausgegeben, waren es 2019 bereits 10,3 Milliarden Franken. Damit erhöhen sich die Ausgaben im Onlinehandel gegenüber dem Vorjahr um weitere 800 Millionen Franken. Das entspricht einer Steigerung von 8,4 Prozent.

Schweizer Onlinehändler erobern Marktanteile zurück

Die weitere Verlagerung des stationären Handels zum Onlinehandel ist die Fortsetzung eines anhaltenden Trends – und war daher zu erwarten. Die Versandhandelsstudie förderte indes auch Überraschendes zutage: Erstmals seit vielen Jahren wuchs die Nachfrage bei Schweizer Onlinehändlern, Marktplätzen und Plattformen stärker als bei ihren ausländischen Pendants: Schweizer Privatkunden bestellten 2019 Waren im Wert von 8,3 Milliarden Franken direkt bei Unternehmen in der Schweiz – d.h. bei Unternehmen mit einer «.ch-Domain». Dies entspricht einem Anstieg von 700 Millionen Franken oder 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Onlineeinkäufe von Schweizerinnen und Schweizern im Ausland schlugen mit 2 Milliarden Franken zu Buche (100 Millionen Franken oder 5,2 Prozent mehr als im 2018).

Abb. 1: Entwicklung Marktvolumen Schweiz und Ausland (Quelle: Verband Schweizer Versandhändler VSV)

Mehr als jeder sechste Non-Food-Artikel wird online bestellt

Die gemessen am Umsatz beliebtesten Artikel, die Herr und Frau Schweizer online bestellten, sind dem Sortiment Heimelektronik zuzuordnen: Mit einem Umsatzvolumen von 2,6 Milliarden Franken machen solche Artikel den Löwenanteil der online bestellten Waren aus. Der Anteil im Onlinehandel erstandene Heimelektronik-Produkte stieg auf 36 Prozent. An zweiter Stelle folgt der Bereich Fashion/Schuhe.

Gesamthaft stieg der Anteil der Non-Food-Waren, die online gekauft wurden, auf bereits 16,9 Prozent. Ein anderes Bild zeichnet sich hingegen im Food/Near Food-Bereich: Dort entspricht der Anteil der online eingekauften Waren erst 2,8 Prozent des Gesamtvolumens – was aber dennoch einem Anstieg von 0,3 Prozent gleichkommt.

Abb. 2: Marktanteile nach Sortimenten (Quelle: VSV)

Rückgang bei Direktimporten

Im Bereich Direktimporte stellte die Studie hingegen einen Rückgang fest – und das erstmals seit vielen Jahren: Die Gesamtanzahl Direktimporte reduzierte sich im 2019 verglichen mit dem Vorjahr um 4,6 Prozent. Dennoch gelangten noch immer 31 Millionen Kleinwarensendungen in die Schweiz – 21 Millionen davon aus China. Und die bestellten Warenwerte pro Paket wuchsen weiter.

Abb. 3: Entwicklung Kleinwarensendungen (Quelle: VSV)

Weitere Details optimal aufbereitet: Weitere Details und Zahlen finden Sie auf der extra eingerichteten Website.

Informationen zur Studie

Der Verband des Schweizerischen Versandhandels hat die Gesamtmarkterhebung Versandhandelsstudie für den Online- und Distanzhandel gemeinsam mit GfK und in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Post in der Schweiz durchgeführt.


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